Dichtung & Poesie

Wenn der Mohn blüht - Hymnen & Elegien
Der Sommer wird mit der Mohnblüte erst schön. Leider wird das "böse Unkraut" immer seltener. Doch zum Glück ist der Mohn vielmals besungen worden und als Symbol mit den meisten Assoziationen zu Liebe und Vergänglichkeit Teil unseres kollektiven Empfindens.

Dieses kleine Bändchen versammelt Gedichte - aus der Romantik . mit aktuellen Fotografien aus der Schaalsee-Landschaft..
Mit biografischen Angaben zu allen Dichtern.

 

Fotografien, Einleitung, Idee und Gestaltung:
Ria Henning-Lohmann
21 x 21 cm, 68 Seiten, Hartcover


 

Ich liebe den Juni, den Anfang des Sommers, mit seiner Vielfalt an Blumen und Kräutern, dem Duft der Felder und Wiesen. Und wenn dann plötzlich und unerwartet auf den Getreide- und Rapsfeldern manchmal zahllose rote Tupfer erscheinen und die strengen Getreidefelder ganz unzeitgemäß verzaubern.

 

Es war vor 12 Jahren, dass ich das erste Mal von dieser roten Pracht überwältig wurde: Nicht weit von unserem Haus auf einem großen Acker in Seedorf.

 

Der Bauer war weniger begeistert, hörte ich später. Dann war es jahrelang still auf dem Acker  und nur wenige Mohnblumen wurden sichtbar. Aber mich hatte  das Thema gepackt: Von da an war ich jeden Sommer auf den Feldern und den Wegrändern auf der Suche nach den fragilen Blüten, die man nicht pflücken und die Vase stecken kann: Sie werden schon nach wenigen Minuten schlaff.

 

Auch das hat sicherlich mit dazu geführt, dass der Mohn in unserer Kultur zur meistbesungenen Blütenpflanze wurde, zum  Symbol für Liebe und Vergänglichkeit. Jahrelang habe ich daraufhin, wo immer ich forschen konnte, nach Texten und Gedichten über den Mohn gesucht. Später habe ich die Bilder mit den Gedichten kombiniert. Das Büchlein habe ich inzwischen mehrfach aktualisiert. Immer entstanden neue Mohnblütenschätze und kamen neue Gedichte dazu. Das momentane Werk - vielleicht ebenso vergänglich wie die Blüte selbst - gibt es jetzt hier in kleiner Auflage. Ein perfektes Geschenk für kleine Anlässe.